Das Lokal und seine Geschichte

Hier, wo heute das Restaurant Praterzauber seine Gäste empfängt, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud´s seine Berühmtheiten ausstellt und der Vorplatz des Wiener Praters die Besucher empfängt, fühlt man die Tradition und Geschichte des Ortes.

Das Lokal „Zum PRATERZAUBER“ gibt es in der Urform schon seit nahezu 250 Jahren und zählt zum Kulturgut Wiens. 1782 führte das Gasthaus den Namen „Zu den 3 Raben”, 1805 hieß es „Zum Eisvogel”, und 1807 hatte es seinen Ruf als gediegenes Esslokal fest begründet. Der erste Wirt war Michael Stich, Anton Brunner ließ das Gasthaus 1825 renovieren und vergrößern, 1846 kaufte es Kaspar Fromm, doch schon am 19. Juni 1847 brannte das Lokal nieder. In den 1860er Jahren gab es an diesem Ort Konzerte und Gesangsdarbietungen, berühmt waren die Damenkapelle Messerschmid-Grüner und ab 1888 die Damenkapelle E. Hornischer. Damenkapellen blieben beim Eisvogel zur Erbauung der Gäste bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts heimisch. Gesang und Schauspiel waren schon immer ein Thema in diesem Traditionslokal. Als 1885 Adam Weininger den Eisvogel übernahm, traten der berühmte Volksschauspieler Alexander Girardi, Josef Jarno und seine Gattin Hansi Niese hier auf. Der Eisvogel entwickelte sich zum Dorado für die in den Prater ausgeführten Firmlinge. Auch heute noch ist es Tradition, die Firmkinder nach der Zeremonie in der Kirche in den Prater auszuführen.

Hier, wo heute das Restaurant zum Praterzauber seine Gäste empfängt, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud´s seine Berühmtheiten ausstellt und der Vorplatz des Wiener Praters die Besucher empfängt, fühlt man die Tradition und Geschichte des Ortes. Als der Prater 1766 durch Kaiser Joseph II., dem Sohn der berühmten Kaiserin Maria Theresia, für die Allgemeinheit geöffnet worden war, ließ sich Fürst Gallitzin links vom Eingang der Hauptallee ein Sommerhaus erbauen, das 1794 in den Besitz des Kaiserhauses überging. Mit dem an das Gebäude anschließenden und für den Kaiserhof reservierten Parkteil, dem sogenannten Kaisergarten, blieb dieser Garten in dessen Eigentum. 1891 wurde das gesamte Grundstück, der nunmehrige “Englischer Garten” einer englischen Firma und in weiterer Folge im November 1894 an den Unternehmer Gabor Steiner verkauft. Steiner errichtete noch im selben Jahr unter Mitarbeit des Architekten Oskar Marmorek und des Malers Ferdinand Moser den Vergnügungspark “Venedig in Wien“, den er am 18. Mai 1895 eröffnete. Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges 1914 fanden alljährlich wechselnde Präsentationen statt, zuletzt “Alt-Wien 1814”. Schon im Jahre 1897 wurde inmitten des Parks das Riesenrad gebaut.

Nach einer Unterbrechung während des Ersten Weltkriegs 1914-1918 verwandelte sich der Kaisergarten 1919 wieder in einen Vergnügungspark. 1924 eröffnete Direktor Kronau den Park unter der Devise “Die bunte Stadt”. Im April 1945 wurden die Anlagen im Zuge der Schlacht um Wien fast gänzlich zerstört. In der Nachkriegszeit wurde der Kaisergarten daher wieder als Park gestaltet; die Eingänge zu unterirdischen Luftschutzbunkern und andere Kriegsrelikte wurden entfernt. Am Rand des Kaisergartens wurden 1964 nahe der Hauptallee ein neues Planetarium und das Pratermuseum eröffnet.